Es waren vier Pfälzer Judoka am Start: Jill Trenz, Corinna Bayer, Luca Bößer (in der ersten Version war ein falsche Nachname angegeben) und Jan Burkhard. Corinna startete jedoch für das Land/ die Polizei Baden-Württemberg.
Luca und Jan konnten sich leider nicht bis in die Finalrunde um die Platzierungen vorkämpfen, jedoch einige Kämpfe für sich entscheiden!
Corinna verlor nur im Einzug ins Finale gegen eine DJB-Kaderathletin. Sie sicherte sich im Kampf um Platz drei die verdiente Bronze-Medaillie.
Jill konnte all ihre Kämpfe mit Ippon gewinnen und wurde deutsche Polizeimeisterin. Das Sahnehäubchen: Beim Team Kampf schlug Jill mit Laila Göbel eine DJB-Athletin, in der letzten Woche bei der Team-Mix-Europameisterschaft mit Bronze dekoriert, mit ippon für Ouchi gari.
Saubere Leistung von allen! Herzlichen Glückwunsch!
Sensei Motonari Sameshima und Sensei Shuji Ohshima vom Kodokan in Tokio waren vom Berliner Landesverband zum mehrtätigen Kata-Lehrgang eingeladen worden. Elke und Uli Bröckel von der Dürkheimer Judovereinigung nahmen am Sonntag, den 06.11.2022 an diesem hochkarätigen Lehrgang zur Ju no Kata in Berlin teil. Sensei Sameshima gilt als einer der erfahrensten Trainer des Kodokan für die Ju no Kata. Sameshima und Ohshima Sensei zeigten die einzelnen Techniken vor Sportlern aus verschiedenen Landesverbänden aber auch aus Luxemburg, der Tschechei, der Schweiz und Griechenland. Sensei Sameshima ging dabei auf wesentliche Elemente der Kata ein und demonstrierte technische Schwerpunkte der Ju no Kata.
Elke und Uli durften dann am Ende des Lehrganges die Kata demonstrieren.
Der Lehrgang war eine wertvolle Gelegenheit, sich mit der Kata intensiv und im Detail auseinander zu setzen.
Foto: Elke Bröckel; v.l.n.r.: Sameshima Sensei, Uli und Elke Bröckel, Oshima Sensei
Beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ wurde die Mannschaft der Mädchen vom Kaiserdom-Gymnasium sensationell Dritter. Die Mannschaft der Jungen vom Heinrich-Heine-Gymnasium belegte Platz 6. Über das abschließende Mix-Turnier (Mädchen und Jungen) berichtete die Rheinpfalz, Speyerer Rundschau vom 17.09.2022: „Für die Judo-Mädchen aus dem Kaiserdom-Gymnasium gab es im Mixed mit dem Heine-Gymnasium Kaiserslautern Platz fünf. Babette Wegeler behielt die Nerven, gewann ausgelost den Entscheidungskampf beim 4:3 gegen Schwerin. Danach verlor Rheinland-Pfalz gegen Potsdam und gegen Hamburg jeweils mit 2:4. Alesia Büttner gewann in Berlin alle Kämpfe und beeindruckte als eine der besten Technikerinnen die Bundestrainerin. Nach dem Besuch von Brandenburger Tor und jüdischer Gedenkstätte nahm sie im Velodrom vor 3000 Sportlern den Preis entgegen.“
Peter Gerhard, Judosportvereins Speyer, erfüllte sich einen lange gehegten Traum: Nach langer Wettkampfpause erkämpfte er sich bei der Veteranen WM 2022 in Krakau in der Altersklasse M6 bis 66 kg die Bronzemedaille. Im ersten Kampf besiegte Peter im Golden Score P.Brons aus den Niederlanden mit Seoi-Nage. Weiter ging es gegen den späteren Weltmeister C. Cardoso, dem er sich erst im Golden Score knapp geschlagen geben musste. Den anschließenden Kampf um Platz 3 konnte gegen K. Quarti aus Frankreich entschied Peter wieder im Golden Score für sich. Herzlichen Glückwunsch!
Für Elke und Uli Bröckel war der Kata-Event die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften, die vom 12. – 14.09.2022 in Krakau stattfinden. Die beiden erhielten im parallel angebotenen Kadertraining von Dr. Magnus Jezussek, IJF-Coach des Deutschen Judobundes und Spezialist in der Ju no Kata, sowie zwei weiteren Wertungsrichtern an drei Tagen Intensivunterricht und wurden so auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Elke und Uli wurden als einziges Pfälzisches Paar für die Teilnahme bei der WM nominiert, da Thomas Hofmann und Daniel Koliander aus gesundheitlichen Gründen eine Teilnahme absagen mussten.
Am vergangenen Wochenende fanden vom 19.08. – 21.08.2022 die Kata-Tage des Deutschen Judobundes statt. Es war das erste Kata-Event in diesem Format, für das das gesamte Bundesleistungszentrum Judo in Köln reserviert war. Für Wertungsrichter und die Katabeauftragten der Landesverbände war die Veranstaltung Pflicht. Dort standen unter anderem Kurse zur Lizenzverlängerung und die geplanten Neuerungen zur Graduierungsordnung auf der Tagesordnung. Für alle Teilnehmer wurde ein umfangreiches Programm zur Vermittlung von Kata an Jugendliche, ID-Kata und Schnupperkurse angeboten. Es wurden in workshops unterschiedliche Katas gezeigt und geübt. Auch das Thema Didaktik und Methodik wurde angeboten. Freestyle Judo, Kata fun for kids rundeten das vielseitige Angebot ab.
Aus der Pfalz reisten unter Leitung von Kata-Referent Thomas Hofmann die Kaderathleten Jürgen Mohr, Reinhard Köhler, Elke und Uli Bröckel, sowie der Pfälzer Wertungsrichter Michael Hoffmann an (s. Foto).
Insgesamt waren aus allen Landesverbänden 130 Judoka im Bundesleistungszentrum von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag aktiv und konnten ihr Wissen auffrischen.
Der Judoverband Pfalz (JVP) gewinnt 5x Gold und 1x Silber beim Mannschaftsturnier im Rheinland
Der Jigoro Kano Club Ingelheim war am 26.06.2022 Ausrichter der Rheinland Mannschaftsmeisterschaften, an denen neben den Auswahlmannschaften der Bezirke Trier, Koblenz, Westerwald/Taunus und Rheinhessen/Nahe auch der Judoverband Pfalz mit Landesauswahlmannschaften teilgenommen hat.
In 6 Klassen (unter 11 Jahren, unter 13 Jahren und unter 15 Jahren, jeweils männlich und weiblich getrennt) wurde das Siegerteam ermittelt, indem in jeder Altersklasse jede Mannschaft getrennt nach männlich und weiblich jeweils gegeneinander antrat.
Die Teams des Judoverbands Pfalz schlugen sich hierbei überragend und konnten 5x den Siegerpokal für das beste Team in Empfang nehmen und in die Höhe strecken. Lediglich bei den Jungs unter 15 Jahren musste sich der JVP mit dem Silberrang zufrieden geben. Dabei gab die Niederlage des Pfälzer Kämpfers in der letzten Begegnung im letzten Mannschaftskampf den Ausschlag, wodurch auch der zweite Mannschaftskampf nur 3 zu 3 unentschieden ausging anstatt wie erhofft mit 4 zu 2 gewonnen werden konnte. Vor dem Hintergrund, dass nur 4 der 6 Gewichtsklassen in dieser Altersstufe besetzt werden konnten, war der Gewinn der Silbermedaille dennoch eine starke Leistung.
In allen anderen Klassen blieben die Pfälzer Teams ungeschlagen und konnten jede Mannschaftsbegegnung für sich entscheiden, was von den Landestrainern Simone Schuster und Volker Heyer zwar erhofft, aber in dieser Deutlichkeit nicht erwartet worden war. Unterstützt wurde das Landestrainerteam durch die Vereinstrainer Monika Birk (TG04 Limburgerhof), Claudia Coböke (Dürkheimer JV) und Peter Lichtmannegger (JSV Speyer).
Überragend auch, wie sich die verschiedenen Mannschaften gegenseitig anfeuerten und zu Höchstleistungen antrieben. Der Teamgeist innerhalb der Mannschaften und im gesamten JVP Team war bemerkenswert. Viele Judoka spürten hier zum ersten Mal, was es heißt, die Einzelsportart Judo als Mannschaftsereignis zu erfahren. Der Druck, der auf einem lastet, wenn der eigene Kampf unbedingt gewonnen werden muss, um ein positives Mannschaftsergebnis einfahren zu können, ist zuweilen wahnsinnig groß.
Zu guter Letzt und unter lauten Freudenschreien der Pfälzer Kämpferinnen und Kämpfer konnte der JVP den mit knapp 1 Meter überaus großen, silbernen Pokal für das Gesamtgewinnerteam über alle Klassen in Empfang nehmen. Das war der krönende Abschluss eines sehr erfolgreichen und emotionalen Wettkampftags für den Judoverband Pfalz und jede/r wollte noch unbedingt ein Foto von sich mit der Hand an dem Henkelpott machen lassen.
Die Teams des JV Pfalz setzten sich aus folgenden Athletinnen/Athleten zusammen:
Hamburg – Der Judoverband Pfalz startet am vergangenen Wochenende mit fünf Athleten*innen bei den diesjährigen Deutschen Kata-Meisterschaften in Hamburg. War die Delegation diesmal zwar kleiner als in den vergangenen Jahren, so konnte trotzdem einiges erwartet werden, schließlich haben alle drei Paare schon Medaillen bei Deutschen Meisterschaften gewinnen können.
In der Ju no kata starteten Uli und Elke Bröckel (Dürkheimer Judovereinigung, Tori immer erstgenannt), die bis dahin amtierenden deutschen Vize-Meister, sowie Daniel Koliander und Mirjam Berensdorff (JSV Speyer / Judokan Landau), drittplatzierte bei der vorvergangenen DKM .
Am Wettbewerb in der Kodokan goshin jutsu nahmen mit Thomas Hofmann und Daniel Koliander die Erstplatzierten der letzten Deutschen Kata-Meisterschaften teil.
Die Wettbewerbe gestalteten sich noch spannender als erwartet. Zunächst musste die Pflicht, nämlich eine vordere Platzierung in der Vorrunde, erfüllte werden. Die ersten vier Plätze berechtigen zur Teilnahme an der Finalrunde.
Uli und Elke konnten diese Aufgabe souverän meistern. Als Zweitplatzierte in der Vorrunde hinter den amtierenden Europameistern in dieser Kata sicherten sie sich die Finalteilnahme und zeigten der Konkurrenz ihren Anspruch auf eine Wiederholung der vergangenen Erfolge.
Daniel und Mirjam verpassten den Finaleinzug mit Platz fünf nur knapp. Die ersten vier Plätze wurden alle von Paaren aus dem Nationalteam bzw. erweiterten Nationalteam errungen. Es war schon vorher klar, dass es schwer werden würde, wenn diese Paare ihre Leistung abrufen. Zumindest konnte man die restliche Konkurrenz hinter sich lassen.
Kurz darauf mussten Thomas und Daniel in der Kodokan goshin jutsu ran. Ob es an der kurzen Pause lag? Daniel griff jedenfalls bei der dritten Technik daneben: ein großer Fehler! Das blieb den Wertungsrichtern nicht verborgen. Trotzdem sicherten sich beide mit einer danach konzentrierten Leistung die Finalteilnahme mit Rang 3 in der Vorrunde. Irgendwann muss der „Staffelstab“ an ein jüngeres Paar übergeben werden. Beide waren sich jedoch sicher, dass das in diesem Jahr noch nicht der Fall sein sollte.
Für Spannung war also gesorgt. In die Finalrunde starteten zunächst Uli und Elke in der Juno kata. Das Ziel war ganz klar der zweite Platz. An den mehrfachen Welt- und Europameistern in dieser Kata ist realistischer Weise nicht vorbeizukommen, zumindest dann nicht, wenn sich diese keinen schweren Fehler erlauben, was trotz aller Routine immer möglich, aber eben nicht sehr wahrscheinlich ist. Uli und Elke konnten ihr Potenzial abrufen, hatten aber beide das Gefühl, dass der Durchgang im Vorlauf etwas besser war. Das Gefühl sollte sie nicht trügen. Das Paar aus Schleswig-Holstein schob sich noch an ihnen mit nur drei Punkten Abstand vorbei. Nach zweimal Silber in Folge nun also die Bronzemedaille. Nach dem was gezeigt wurde, können die beiden Dürkheimer trotzdem stolz auf ihre Leistung sein!
Thomas und Daniel setzten nun zur Aufholjagd an. Sie mussten in der Finalrunde gleich als erstes Paar ran und wollten die Konkurrenz mit einer dominanten Leistung in Zugzwang bringen. Das gelang ihnen auch. Der Finaldurchgang war deutlich besser, so dass beide guten Muts von der Matte gingen. Die Konkurrenz blieb allerdings auch Nervenstark. Nach Abschluss des Wettbewerbs war für Thomas und Daniel aber relativ klar, dass sie es wieder geschafft zu haben. Das sahen die Wertungsrichter diesmal allerdings anders. Auch für die Speyerer blieb am Ende „nur“ die Bronzemedaille. Woran hat es tatsächlich gelegen? Das muss die spätere Analyse zeigen. Natürlich überwog erst einmal die Enttäuschung, schließlich war der dritte Platz das bisher schlechteste Ergebnis, das beide in dieser Paarung bei Deutschen Meisterschaften errungen haben.
Das Fazit für die Pfälzer Delegation fällt trotzdem positiv aus: 2x Bronze mit drei Paaren zu erringen, das ist schon aller Ehren wert. Der kleine Landesverband Pfalz setzt immer wieder Ausrufezeichen auf nationaler Ebene!
Die Speyerer Kata-Trainingsgruppe um Thomas Hofmann, bei der alle pfälzischen Teilnehmer trainieren, wird die Leistungen analysieren und daraus neue Ansätze ziehen. Ein weiteres Ziel sollte es jedoch sein, das enorme Wissen auch an jüngere Athleten*innen weiterzugeben. Damit die Pfalz bei den nächsten Meisterschaften auch wieder mehr konkurrenzfähige Paare stellen kann. Der Ausfall der Speyerer Katame no kata – Spezialisten Reinhard Köhler und Jürgen Mohr hat schon sehr geschmerzt.