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Erfolgreicher Kata-Saisonstart in Brüssel

(ein Beitrag von Elke und Ulrich Bröckel)
Am vergangenen Sonntag (25.02.2024) starteten Elke und Uli Bröckel von der Dürkheimer Judovereinigung beim ersten A-Turnier der Europäischen Judounion (EJU) in Louvain-La-Neuve südlich von Brüssel. Das hochrangige Turnier ist der erste Wettkampf im Jahr und eine erste Standortbestimmung für die kommende Saison.

In diesem Jahr starteten wieder 17 Nationen aus Europa, den USA und Canada sowie Australien in Louvain-La-Neuve. Damit waren 3 Kontinente auf diesem hochrangigen Turnier vertreten. Hochrangig besetzt war auch die Ju no Kata. Hier gingen Paare, die bereits Europameisteschaften gewannen und Finalteilnehmer der letzten Weltmeisterschaft in Abu Dhabi auf die Matte. 15 Paare starteten in zwei Pools. Die jeweils drei besten qualifizierten sich für das Finale. Elke und Uli Bröckel gingen als letztes Paar ihres Pools auf die Matte und zeigten eine starke Leistung, deren Bewertung für den Einzug ins Finale ausreichte. Wichtig im ersten Turnier des Jahres ist es, die Fitness, den Fluß und die mentale Stärke auf die Matte zu bringen. Dieses Ziel haben die beiden erreicht. Mit der Wertung im Finallauf (5. Platz) waren die beiden zu guter letzt nicht ganz zufrieden. Aufgrund der Leistungen hätten sich die beiden eine bessere Platzierung erhofft.

Gelungen war der Start trotzdem. Das deutsche Kata-Team war in diesem Jahr mit 12 Paaren in 5 Katas vertreten. Eine größere Teamstärke hatten lediglich die Niederländer und die Franzosen mit 13 bzw. 14 startenden Paaren. Im Ergebnis erzielten das Deutsche Team eine Gold- und Bronzemedaille in der Kodokan-Goshin Jutsu sowie eine Silbermedaille in der Kime no Kata. Sieben der zwölf deutschen Paare kamen nach dem Vorlauf ins Finale – eine starke Leistung und ein super Start für eine erfolgreiche Kata-Wettkampfsaison.

Jill Trenz hofft auf Polizei-EM-Nominierung

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Seán McGinley

Die Speyerer Judoka Jill Trenz kann auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken. Sie gewann die Deutsche Polizeimeisterschaft im Judo und im Ju-Jutsu und erkämpfte sich bei der Deutschen Pokalmeisterschaft den zweiten Platz. In der Bundesliga wurde sie mit dem JSV Vizemeister und gab in der ganzen Saison nur zwei Kämpfe ab. Bei den Play-Offs besiegte sie die deutschen Nummer zwei Agathe Schmidt sogar mit Ippon.
Diese Erfolgsbilanz wurde nun belohnt mit einer Einladung zum Vorbereitungslehrgang zur Polizei-Europameisterschaft der Polizei. Die starken Leistungen in diesem Jahr schließen nahtlos an die bisherige Bilanz der 24-Jährigen, die schon seit einigen Jahren eine feste Größe im Speyerer Bundesligateam ist, und außerdem im Nachwuchsbereich bei der Deutschen Meisterschaft Medaillien geholt hat und 2019 auch beim European Cup.

Auch beruflich ist Trenz erfolgreich: Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung bei der Landespolizei Rheinland-Pfalz ist die gebürtige Saarländerin nun in Mainz stationiert, von wo aus sie einen zumindest etwas kürzeren Anfahrtsweg nach Speyer hat. „Früher waren es fast eineinhalb Stunden pro Strecke, jetzt ungefähr eine Stunde – was immer noch eine Menge ist!“, berichtet JSV-Teamchefin Nadine Lautenschläger, die ihre Athletin oft im Auto nach Speyer mitnimmt. „Jill ist eine super Trainingspartnerin und ein tolles Vorbild für die jungen Kämpferinnen die aus unserem Nachwuchsbereich nachkommen – genau wie Jana Förtsch und Özlem Gülmez, die ebenfalls im Bundesligateam kämpfen und aus dem eigenen Nachwuchs stammen. Es ist bemerkenswert, wie gut Jill Leistungssport, Beruf mit Schichtdienst und die langen Fahrtweg unter einen Hut bekommt und so erfolgreich ist. Die Vornominierung für die EM ist ein guter Erfolg und ein verdienter Lohn für alles, was sie macht, und wir hoffen natürlich, dass sie am Ende auch für die EM nominiert wird“, so Nadine Lautenschläger.

Michel Adam beendet Karriere

Seán McGinley, Speyer/ München

Der Speyerer Judoka Michel Adam beendet seine Leistungssportkarriere. Für den 26-Jährigen, der 2018 und 2021 Deutscher Meister war, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, mit einem neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Am Ende war es das Verletzungspech, das eine große Rolle gespielt hat – damit hatte Adam während seiner Karriere immer wieder zu kämpfen.
„Das Verletzungspech hat mich schon immer verfolgt – ich hatte vier große Verletzungen, und nach der letzten habe ich gesagt: Wenn mir sowas nochmal passiert, dann ist es vorbei. Und nun ist es soweit: Ich habe mich wieder verletzt, und angesichts dieser Verletzung sind die Olympischen Spiele 2024 nicht mehr realistisch erreichbar. Das und meine aktuelle berufliche Situationen machen dies zu einem guten Zeitpunkt, die harte Entscheidung zu treffen, andere Wege einzuschlagen und nicht mehr in der Nationalmannschaft zu sein. Aber es ist schön, eine solche Entscheidung selbstbestimmt treffen zu können, wenn es für einen selbst der richtige Moment ist, anstatt darauf zu warten dass jemand anderes sagt: ‚Du bist raus, weil du nicht mehr gut genug bist‘“, so Michel Adam.

Das macht es leichter, zufrieden und glücklich auf die letzten Jahre zurückzublicken, nicht nur wegen der sportlichen Erfolge: „Meine Judo-Leistungssportzeit war eine sehr schöne und erfüllende Zeit, in der ich viel gelernt haben. Ich habe viele Freunde kennengelernt, viele Erfahrungen gesammelt und mich weiterentwickelt. Durch die ganzen Förderungen war es mir möglich, mich ganz auf den Sport zu konzentrieren – das ist ein großes Privileg, das nur wenigen zuteil wird.“ Zu den schönsten Erinnerungen, die Michel Adam aus seiner aktiven Zeit mitnimmt, gehören der dritte Platz bei der U21-Europameisterschaft und sein erster Deutscher Meistertitel 2018 – „Weil das Erfolge waren, die ich zu dem Zeitpunkt nicht für möglich gehalten habe“, so Adam. Auch der Aufstieg in die 1. Bundesliga mit dem JSV, zusammen mit vielen anderen jungen Kämpfern, die er aus der Trainingsgruppe in Speyer kennt, war ein solches Highlight. In diesem Jahr gab es mit der Teilnahme an der Universiade in China ein weiteres großartiges Erlebnis, das er zu den schönsten seiner Karriere zählt.


Adam befindet sich in den letzten Zügen seines Medizinstudiums in München und wird jetzt sein praktisches Jahr beginnen. Das hatte er bislang aufgeschoben, weil sie die Schichten von acht Stunden oder mehr am Tag nicht vereinbar sind mit dem Trainingspensum eines Leistungssportlers. Der Alltag von Michel Adam wird ab sofort also ganz anders aussehen bis jetzt – was durchaus seinen Reiz hat, wenn nicht mehr jeder Tag und jede Woche durchgetaktet und auf Training und Wettkampf ausgerichtet ist. „Ich freue mich, mehr Zeit zu haben für alles andere, was die Welt zu bieten hat. Ich habe schon angefangen, mich in einer studentischen Initiative zu engagieren und bei der Bahnhofsmission auszuhelfen und bin gespannt und neugierig auf viele neue Erfahrungen“, erzählt der 26-Jährige.
Trotzdem wird es niemanden wundern, dass Adam nicht alle Verbindungen zum Judosport auf einmal kappen wird. „Wenn ich ins Training gehe, merke ich immer noch, wie sehr ich diesen Sport liebe. Ich habe den Trainer-B-Schein gemacht und könnte mir vorstellen, mich beim JSV oder in den Verbänden zu engagieren.“ Und außerdem haben die JSV-Fans ihn wohl noch nicht zum letzten Mal in Aktion gesehen: „Die nächste Bundesligasaison möchte ich auf jeden Fall noch kämpfen“, kündigt Michel Adam an.

Bericht zu den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände in München am 18.11.2023

ID-Judoka sind gemeinsam stark!

ID-Judoka vom JSV Speyer und vom Budo Club Samurai Niedersimten (Pirmasens) aus der Pfalz haben den 3.Platz auf den deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände erreicht und den Landesverband Rheinland-Pfalz stark vertreten

Am Freitagmittag sind wir mit sieben ID-Judoka und drei Betreuer/Trainer zu den deutschen Mannschaftsmeisterschaften nach München gefahren. Der Landesverband von Rheinland-Pfalz wurde von folgenden ID-Judoka vertreten:

-66 kg Niklas Zwally vom Budo Club Samurai Niedersimten Pfalz
-81 kg Temir Labazanov vom Judo Sportverein Speyer Pfalz
-66 kg Ingo Geiermann von den Rhein Mosel Werkstätten aus Koblenz Rheinland
-90 kg Daniel Knopp von den Rhein Mosel Werkstätten aus Koblenz Rheinland
-73 kg Manuel Reingans von den Rhein Mosel Werkstätten aus Koblenz Rheinland
– 90 kg Steven Deuser von den Rhein Mosel Werkstätten aus Koblenz Rheinland
– 90 kg Florian Huber vom VFL Bad Kreuznach Rheinland

Werner Hösler ID-Judo Landestrainer vom Judoverband Rheinland
Jürgen Teutsch ID-Judo Landestrainer vom Judoverband Pfalz
Peter Zwally aus Niedersimten Betreuer

Hier haben sich Beide Judo Fachverbände (Judoverband Pfalz – Judoverband Rheinland) zusammengetan, um an den deutschen Meisterschaften zu starten. Diese Konstellation wird schon seit 2006 praktiziert und wird immer mal wieder mit Erfolgen belohnt. Gemeinsam sind wir stark!

Am Samstagmorgen begann die super organisierte Meisterschaft vom Hartecker Judo Verein aus München mit einem Einmarsch der Landesverbände aus Deutschland. Es waren insgesamt 18 Mannschaften aus fünf Bundesländer am Start. Das Team Rheinland-Pfalz kämpfte in der Wettkampfklasse 2 Männer der „fünfer Mannschaften“, es waren sechs Mannschaften, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Wir kamen mit Bayern3 und mit Bayern1 in einem Pool und kämpften zuerst gegen Bayern3. In dieser Begegnung konnten Beide Pfälzer punkten, Temir Labazanov besiegte seinen Gegner mit einem Haltegriff und Niklas Zwally gewann vorzeitig mit einem schönen Hüftwurf. Der Koblenzer Manuel Reingans machte den Sieg perfekt und gewann mit einem Haltegriff. Der Mannschaftskampf ging 2:3 zugunsten der Rheinland-Pfälzer aus.

Im nächsten Kampf gegen Bayern1, siegte wieder Niklas Zwally mit einer Hüfttechnik, aber dass war leider auch der einzige gewonnene Kampf für Rheinland-Pfalz und hier gab es einen klaren Sieg mit 4:1 für die Bayern.

Im Halbfinale trafen wir auf das starke Team aus Nordrhein-Westfalen, hier gab es auch eine 4:1 Niederlage, die aber nicht gerechtfertigt war. Im ersten Kampf bis 90 kg wurde ein klarer Punkt durch eine Kontertechnik für den Koblenzer Daniel Knopp von den Kampfrichtern nicht gegeben. Im nächsten Kampf bis 73 kg konnte Manuel Raingans mit einem schnellen Schulterwurf gewinnen und Niklas Zwally kämpfte die komplette Kampfzeit durch verlor aber mit einer knappen Endscheidung durch die Kampfrichter. Hier war die Enttäuschung sehr groß aber am Ende wurden alle ID-Judoka aus RLP mit dem 3.Platz belohnt.

Betonen möchte ich nochmals die großartige Organisation der Gastgeber, nach dem Wettkampf gab es für alle Teilnehmer noch eine Abendveranstaltung die mit einer schönen Siegerehrung, einem leckeren Buffet und einer Disco abgerundet wurde.

Mit sportlichen Grüßen,

Jürgen Teutsch
(ID-Judo Landestrainer vom Judoverband Pfalz und ID-Judo Trainer vom JSV Speyer)

Kata-WM in Abu Dhabi

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Insgesamt starteten 24 Paare in zwei Pools mit jeweils 12 Paaren, jeweils die drei Erstplatzierten qualifizieren sich für die Endrunde. Im Pool 1, dem auch die Dürkheimer Judoka zugelost wurden, waren neben den Japanerinnen Ishida, 2021 Weltmeisterinnen in der Ju no Kata, auch die rumänischen Weltmeister aus dem Vorjahr vertreten. Somit war anzunehmen, dass die ersten beiden Plätze fürs Finale bereits mit großer Wahrscheinlichkeit belegt waren. 

Nachdem die Auslosung bekannt war, war Elke und Uli Bröckel klar, dass es nicht so einfach werden würde, den letzten begehrten Platz fürs Finale zu ergattern. 

Elke und Uli Bröckel hatten dazu noch Lospech und mussten bereits am frühen Morgen des 28.10. um 9.09 h als zweites Paar auf die Matte. Trotz guter Leistung blieb die Bewertung weit hinter der bei der EM in Slowenien oder den German Kata Open mit rund 30 Punkten Unterschied zurück. 

Nach jedem weiteren Paar wurden dann auch die Bewertungen der Judges immer besser, so dass letztlich ein Paar aus Kanada, das als letztes Paar in der Vorrunde auf die Matte ging, mit der drittbesten Platzierung dann auch ins Finale durfte.

Von den deutschen Wertungsrichtern wurde uns eine gute Leistung bescheinigt, ins Finale reichte es aber aufgrund der teilweise nicht nachvollziehbaren Bewertungen nicht. Im Pool 2 qualifizierten sich die Deutschen Meister sowie amtierenden Europameister Dax-Romswinkel und Loosen fürs Finale mit Platz eins. Im Finale landeten die beiden Deutschen dann nach den Japanern auf Platz 2, die Rumäninnen auf dem 3. Platz.

Trotz alldem haben beide zusammen mit dem starken deutschen Team eine gute Zeit verbracht, letztlich hat das deutsche Team, das aus elf Paaren bestand, in zwei Katas je eine Silbermedaille geholt. Damit waren wir Deutschen die erfolgreichsten Europäer bei dieser WM. Die meisten Goldmedaillen gingen erwartungsgemäß an die Japaner.

Sehr stark waren auch die iranischen Paare, die seit nunmehr 5 Jahren zum ersten Mal wieder auf die Matte durften.

DHM: Joya Blöcher qualifiziert sich für Studenten-EM in Ungarn

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Joya Blöcher belegt bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften Platz 2 und qualifiziert sich für die Studenten-Europameisterschaften (EUSA) im kommenden Sommer in Ungarn.

Es folgt ein Zeitungsartikel, mit freundlicher Genehmigung des Pfälzischen Merkur. Text: Svenja Hofer

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