Kurz vor den Herbstferien trafen sich das Präsidium des Judoverbandes Rheinland und der Gesamtvorstand des Judoverbandes Pfalz zu ersten gemeinsamen Sitzung seit 2007 in Bad Kreuznach. Aufgrund neuer Förderrichtlinien des Landessportbundes (LSB) und der regionalen Sportbünde (Rheinland, Rheinhessen und Pfalz) ist eine engere Zusammenarbeit der beiden Verbände in der Sportart Judo ausdrücklich erwünscht und gefordert. Die Vertreter beider Verbände stellten sich gegenseitig vor und erarbeiten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, Strukturfragen und zur Aufstellung gemeinsamer Landeskader, Lehrgänge und anderen Maßnahmen. Es wurde auch darüber gesprochen, wie ein gemeinsamer Dachverband „Judoverband Rheinland-Pfalz“ mit den eigenständigen Mitgliedern Judoverband Rheinland und Judoverband Pfalz, vorerst im Leistungssport, aussehen könnte.
Die Deutsche Judopokalmeisterschaft ist eine Möglichkeit, sich für die Deutsche Meisterschaft des nächsten Jahres zu qualifizieren. Die ersten vier jeder Gewichtsklassen konnten sich bei dieser Veranstaltung die Fahrkarte hierfür sichern. Die Teilnehmer der Pokalmeisterschaft setzten sich aus den 18 deutschen Landesverbänden zusammen.
Aus dem Judoverband Pfalz nahmen 14 Männer und Frauen teil. Am erfolgreichsten bei den Damen war Jill Trenz bis 57kg vom Judosportverein Speyer. Sie konnte wie erhofft alle ihre Kämpfe gewinnen. Teamkameradin Lena Behrens kämpfte sich erfolgreich durch die Vorrunde in der Klasse bis 63kg und verlor erst im Finale. In der gleichen Gewichtsklasse startete Vanessa Benkert, ebenfalls aus Speyer und erreichte den dritten Platz. Bei den Herren erreichte Boris Trupka von ESV Ludwighafen in der Gewichtsklasse bis 73kg einen dritten Platz. Damit belegte das pfälzische Team immerhin Platz sieben in der Medaillenwertung der 18 deutschen Landesverbände. Sportreferent des JV Pfalz Michael Görgen-Sprau war zufrieden mit der Ausbeute. Ein Wermutstropfen war, dass nicht alle möglichen Startplätze ausgenutzt werden konnten.
Der Kampfrichterreferent des Judoverbandes Pfalz Daniel Sack war für den Ausrichter JC Frankenthal die verantwortliche Ansprechperson. Mit einem großen Mitarbeiterstab sorgte er an beiden Veranstaltungstagen für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Dazu gehörte der aufwendige Aufbau des gesamten technischen Equipments von den Videobeweismöglichkeiten an den drei Matten bis zur korrekten Beschallung der Halle. Seit man im Januar den Zuschlag bekam, waren schon ab Februar mit einem zehnköpfigen Organisationsteam Planungen notwendig.
Frank Doetsch, der Verantwortliche des Deutschen Judobundes, beglückwünschte alle Platzierten der Deutschen Pokalmeisterschaft zu ihrer Qualifikation. Für die DM haben sich bereits die Platzierten des Vorjahres, die beiden ersten der Deutschen Meisterschaft U21, die internationalen Teilnehmer der U21 und U23 Jahrgänge, sowie der komplette A-,B- und C-Kader des DJBs qualifiziert.
Die Deutsche Meisterschaft Männer und Frauen findet am 25. und 26. Januar 2020 in Stuttgart statt.(ps)
Am 12.10.19 fanden die offenen baden-württembergischen Landesmeisterschaften für Judoka mit geistiger und körperlicher Behinderung in Elchesheim-Illingen statt. Es handelte sich hierbei um eine ID Judo Veranstaltung. ID-Judo ist die Judovariante für geistig Behinderte. Sie ist auch bei den Special Olympics vertreten. ID steht für „intellectual disability. Die freie Übersetzung hierzu wäre „Judo mit einem Handicap“. Vom FC Pfeffelbach nahm Lennart Kettering an dieser Meisterschaft teil.
Lennart startete in der Gewichtsklasse bis 30 kg. Im Finale besiegte er seinen Gegner mit sehr guten Außensicheln und einer Festhaltetechnik und durfte sich somit über die Goldmedaille freuen.
Ein toller Erfolg für Lennart, der – trotz Down Syndrom- mit den nicht behinderten Kindern der Judoabteilung des FC Pfeffelbach fleißig mittrainiert und auch bereits den weiß-gelben Gürtel erreichen konnte.
Das beste daran: Während des gesamten Kampfes hat Lennart gestrahlt und sich gefreut! Auch Menschen mit Handicaps können Judo im vollen Sinne betreiben, denn: „Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen. Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst!“ (J. Kano).
Die Nordic Kata Open sind inzwischen eines der größeren Kata-Turniere außerhalb Deutschlands im zweiten Halbjahr. Dieses Jahr fanden die Meisterschaften in Kristianstad – Südschweden statt. Neben Teilnehmern aus Deutschland mit insgesamt neun Paaren waren Franzosen, Finnen und zahlreiche schwedische Paare am Start.
Für die Wertungsrichter wurden am Samstag, den 24.08.2019 an einem Tag 36 Paare in insgesamt fünf unterschiedlichen Katas zu werten – eine ungeheure Konzentrationsleistung. Die Wertungsrichter waren genauso wie die Athleten international zusammengesetzt und kamen aus Schweden, Finnland, Österreich und Deutschland.
Der Freitagabend vor dem Wettkampf war einem offenen Lehrgang gewidmet. Dabei konnten noch Ratschläge und Korrekturen abgefragt werden, bevor es am Samstag morgen dann auf die Matte ging. Die Ausrichter des Judoclub Kristianstad ermöglichten eine gute Veranstaltung mit reibungslosem Ablauf.
Elke und Uli Bröckel von der Dürkheimer Judovereinigung starteten in der Ju no Kata als eines von 9 Paaren aus vier Nationen am frühen Nachmittag. Der Durchgang war rund und die beiden konnten schon die ersten Korrekturen nach der Europameisterschaft in Gran Canaria Ende Juli umsetzen. Am Ende erreichten Sie mit 403 Punkten erstmals auf internationaler Ebene eine Wertung über 400. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis, der Silbermedaille.
Der Sonntag stand dann wieder im Zeichen eines Lehrgangs, es wurden die Feinheiten der Katame-no Kata vermittelt. Danach folgten noch einige Urlaubstage in Südschweden bei bestem Wetter und der verdienten Erholung.