Pressespiegel: Nominierung Olympia 2020

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Grabowski und Trajdos im vorläufigen Olympia-Kader
Weltverband sagt alle Olympia-Quali-Turniere ab

Düsseldorf/Zweibrücken (ski/dpa) Jasmin Grabowski und Martyna Trajdos sind vom Deutschen Judobund in den vorläufigen Kader für die Olympischen Spiele in Tokio berufen worden. Damit wäre der 1. Judoclub Zweibrücken dort mit zwei Starterinnen vertreten. Insgesamt hat der DJB 13 Athleten nominiert. Lediglich in der Klasse der Frauen bis 52 Kilogramm ist vermutlich keine deutsche Judoka dabei. Pro Klasse darf nur ein deutscher Athlet bei Olympia an den Start gehen. Als größte Medaillenkandidaten gelten neben Martyna Trajdos, Theresa Stoll, Anna-Maria Wagner, Dominic Ressel und Karl-Richard Frey.
“Wir wissen, dass wir mit einer sehr starken Mannschaft in Tokio an den Start gehen”, sagte Sportdirektor Ruben Goebel, der auch im neu eingeführten Teamwettbewerb auf eine deutsche Medaille hofft. Die endgültige Nominierung erfolgt am 16. Juni durch den Deutschen Olympischen Sportbund.
Im Judo läuft die Qualifikationsphase für Tokio noch bis Ende Mai. So lange haben die Athleten normalerweise Zeit, bei Wettkämpfen Punkte für das Olympia-Ranking zu sammeln. Aufgrund des Coronavirus hat das Exekutivkomitee des Judo-Weltverbands (IJF) allerdings alle olympischen Qualifikations-Veranstaltungen bis 30. April abgesagt. “Wir befinden uns in einer unglücklichen Lage, in der wir eine drastische Entscheidung treffen müssen, um die Judofamilie zu schützen und die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen auf der ganzen Welt einzuhalten”, heißt es in einer Mitteilung des IJF. In der Vorbereitung ausbremsen lassen wollen sich Trajdos und Grabowski, die derzeit mit dem deutschen Nationalteam im Trainingslager auf Lanzarote sind, dennoch nicht.
Das Ticket für Tokio lösen die besten 22 Kämpfer der bereinigten Liste – mit nur einem Starter pro Nation – jeder Gewichtsklasse. Trajdos liegt in der Klasse bis 63 Kilogramm derzeit auf Rang sieben, Grabowski in der Klasse über 78 Kilogramm auf Rang 24, was nach jetzigem Stand aber reichen würde.

Svenja Hofer
Redaktion Pfälzischer Merkur 

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